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Erfrierungen: Wie man die Anzeichen Erkennt und Sich Schützt

Erfrierungen sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch Einwirkung extremer Kälte verursacht werden. Der Körper reduziert in seinem Bestreben, lebenswichtige Organe zu schützen, den Blutfluss zu den Extremitäten und macht sie anfällig. Wir analysieren die drei Stadien von Erfrierungen, Warnsignale wie Taubheit und Farbveränderungen sowie die richtigen (und falschen) Erste-Hilfe-Methoden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

dchouliaras
27. Dezember 2025 um 01:18
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Erfrierungen: Wie man die Anzeichen Erkennt und Sich Schützt

Erfrierungen sind eine schwere kältebedingte Verletzung, die zu dauerhaften Gewebeschäden führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Das Verständnis der Anzeichen und Präventionsmethoden ist für jeden, der Kälte ausgesetzt ist, unerlässlich.

Was sind Erfrierungen?

Erfrierungen treten auf, wenn Haut und darunterliegende Gewebe durch längere Einwirkung von Kälte einfrieren. Die natürliche Reaktion des Körpers auf Kälte ist, den Blutfluss zu den Extremitäten zu reduzieren, um die Kernkörpertemperatur zu erhalten, was Finger, Zehen, Ohren und Nase besonders anfällig macht.

Die Drei Stadien von Erfrierungen

Stadium 1: Frostnip

Die mildeste Form, Frostnip, betrifft nur die äußere Hautschicht. Symptome sind Rötung, Kältegefühl und stechende Schmerzen, gefolgt von Taubheit. In diesem Stadium tritt bei sofortiger Behandlung kein dauerhafter Schaden auf.

Stadium 2: Oberflächliche Erfrierung

Die Haut erscheint weiß oder blass und kann sich warm anfühlen, was ein gefährliches Zeichen ist. Klare oder milchige Blasen können sich innerhalb von 24-48 Stunden nach dem Aufwärmen bilden. Dieses Stadium kann einige dauerhafte Veränderungen verursachen.

Stadium 3: Tiefe Erfrierung

Alle Hautschichten und darunterliegende Gewebe sind betroffen. Die Haut wird weiß, blaugrau oder fleckig. Die Taubheit ist vollständig, und Gelenke oder Muskeln können aufhören zu funktionieren. Blutgefüllte Blasen erscheinen, und Gewebe kann schwarz werden und absterben.

Warnsignale

  • Haut, die sich kalt und schmerzhaft anfühlt, dann taub wird
  • Farbveränderungen: rot zu weiß zu gräulich-gelb
  • Wachsartige oder harte Hauttextur
  • Unbeholfenheit durch Gelenk- und Muskelsteifheit

Erste Hilfe: Richtig und Falsch

Richtige Maßnahmen

Sofort in einen warmen Bereich wechseln. Nasse Kleidung und Schmuck entfernen. Den betroffenen Bereich allmählich mit Körperwärme oder lauwarmem Wasser (37-39°C) erwärmen. Den Bereich vor erneutem Einfrieren schützen.

Gefährliche Fehler

Niemals gefrorene Haut reiben—das schädigt das Gewebe. Keine direkte Wärme wie Feuer oder Heizkissen verwenden. Nicht auf erfrorenen Füßen gehen, es sei denn, es ist absolut notwendig. Auftauen vermeiden, wenn erneutes Einfrieren möglich ist.

Präventionsstrategien

Kleiden Sie sich in Schichten mit feuchtigkeitsableitenden Basisschichten. Schützen Sie die Extremitäten mit isolierten Handschuhen, Socken und Kopfbedeckungen. Begrenzen Sie die Expositionszeit bei extremer Kälte. Bleiben Sie trocken und vermeiden Sie Alkohol, der den Wärmeverlust erhöht.

Wann ärztliche Hilfe suchen

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei jedem Verdacht auf Erfrierungen über Frostnip hinaus, besonders wenn sich Blasen bilden, die Haut sich deutlich verfärbt oder die Taubheit nach dem Aufwärmen anhält.